Ein leeres Dokument mit dem Titel „Website-Unterlagen“ kann länger aufhalten als die Farbwahl. Wie viel Text ist nötig? Welche Fotos eignen sich? Muss vor dem ersten Entwurf schon alles fertig sein?
Beginnen Sie mit einem kleineren, verlässlichen Bestand. Der Dienstleister muss Angebot, Zielgruppe und gewünschtes Ergebnis verstehen. Geordnete Fakten helfen mehr als viele allgemeine Werbesätze. Fehlende Punkte lassen sich bearbeiten, wenn sie klar benannt sind.
Schreiben Sie eine Aufgabenbeschreibung auf einer Seite
Erklären Sie, was Sie tun, wem Sie helfen, wo Sie arbeiten und was Besucher anschließend machen sollen. Eine Werkstatt benötigt Reparaturanfragen, ein Fotograf vielleicht Portfolioaufrufe und Terminanfragen. Ein Hauptziel erleichtert die Reihenfolge der Informationen.
Ergänzen Sie, was nicht vorgesehen ist. Wenn Shop, Onlinezahlung oder Buchungssystem fehlen sollen, schreiben Sie das ausdrücklich. So bedeutet „Bestellung“ später nicht für beide Seiten etwas anderes.
Beschreiben Sie Leistungen anhand eines Kundenbedarfs
Eine Liste mit Leistungsnamen erklärt noch wenig. Schreiben Sie zu jeder Leistung, für wen sie passt, was enthalten ist, wie sie abläuft und welches Ergebnis Kunden erhalten. Ergänzen Sie häufige Fragen aus Telefonaten und Nachrichten.
Übernehmen Sie keine Texte von Wettbewerbern. Googles Hinweise betonen hilfreiche Inhalte für Menschen. Ihr eigener Ablauf und Ihre Erfahrung bieten mehr Nutzen als ein Absatz, der auf jeder beliebigen Firmenwebsite stehen könnte.
Erklären Sie die tatsächliche Preisbildung
Bei einer festen Preisliste liefern Sie freigegebene Beträge, Einheiten und den enthaltenen Umfang. Bei individuellen Angeboten erklären Sie, welche Angaben zur Kalkulation benötigt werden. Ergänzen Sie relevante Grenzen wie Einsatzgebiet oder Mindestumfang.
Verwenden Sie keinen attraktiven „Ab-Preis“ ohne klare Voraussetzungen. Leser müssen verstehen, wann er gilt. Ungeklärte Angaben werden als offene Frage markiert, damit eine Arbeitsannahme nicht versehentlich zum veröffentlichten Versprechen wird.
Wählen Sie Bilder mit erkennbarem Zweck
Stellen Sie die bestmöglichen Logodateien und Fotos von Arbeiten, Räumen oder Team bereit. Beschreiben Sie Motiv und Verwendung. Eine Originaldatei ist häufig brauchbarer als eine verkleinerte Vorschau aus einem Chat.
Einige geeignete, echte Fotos können besser sein als ein großer unbeschrifteter Ordner. Fehlen Bilder, besprechen Sie Alternativen. Illustrationen oder KI-Bilder dürfen nicht den Eindruck einer tatsächlich ausgeführten Kundenarbeit erwecken.
- Hauptlogo sowie Varianten für helle und dunkle Hintergründe kennzeichnen.
- Fotos nach Motiv benennen, um Verwechslungen zu vermeiden.
- Urheber, Nutzungsberechtigung und nötige Quellenangaben festhalten.
- Abgebildete Personen und sensible Informationen vor der Weitergabe prüfen.
Sammeln Sie genaue Firmen- und Kontaktdaten
Liefern Sie korrekten Betreibernamen, Registrierungsangaben, Adresse, Telefon, E-Mail und Öffnungszeiten. Unterscheiden Sie den eingetragenen Sitz vom tatsächlichen Besuchsort. Ergänzen Sie aktiv genutzte Social-Media-Profile.
Bei einer vorhandenen Domain nennen Sie Registrar und zuständige Person. Dasselbe gilt für geschäftliche E-Mail. Zugänge werden separat auf vereinbartem sicherem Weg übergeben, nicht als Passwörter im allgemeinen Dokument. Bei einem Umzug markieren Sie wichtige Inhalte und bisherige Seitenadressen.
Erklären Sie, was Ihnen an Beispielen gefällt
Zwei oder drei Referenzwebsites reichen, wenn Sie jeweils den Grund nennen. Vielleicht gefällt Ihnen die Leistungsübersicht, die Bilddarstellung oder der Kontaktablauf. Ohne Erklärung könnte gerade das unwichtige Detail übernommen werden.
Nennen Sie auch unerwünschte Eigenschaften, etwa zu förmliche Sprache oder ablenkende Animationen. Inspiration soll eine gemeinsame Richtung zeigen, keine Kopie fremder Identität, Texte oder Fotos erzeugen.
Bestimmen Sie eine Freigabeperson und markieren Sie Endstände
Eine Person sollte Rückmeldungen auf Ihrer Seite sammeln und Unterlagen freigeben. Widersprüchliche Wünsche über mehrere Kanäle machen den aktuellen Stand unklar.
Trennen Sie freigegebene Inhalte von Entwürfen. Nennen Sie bei Änderungen Ort und Ziel. „Den ersten Absatz unter Leistungen durch diesen Text ersetzen“ ist wesentlich genauer als „Irgendetwas fehlt noch“.
Geben Sie eine brauchbare Grundlage weiter
Warten Sie nicht auf den perfekten Slogan, wenn Sie die Leistung erklären können und richtige Kontaktdaten haben. Beim Ordnen oder Schreiben kann der Anbieter helfen, soweit das vereinbart ist. Er muss wissen, welche Fakten feststehen.
Lesen Sie die Unterlagen aus Kundensicht. Werden Angebot und Kontaktweg verständlich? Dann ist die Grundlage vorhanden. Klären Sie den Rest mit einer konkreten Fragenliste, statt eine weitere Woche vor einem leeren Dokument zu verbringen.
